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Wie zerstört man eine Marke? #superleague

27.04.2021 von Robert Pacher
Der bekannte Investor Warren Buffett sagte einmal - Es dauert 20 Jahre, sich einen guten Ruf aufzubauen, jedoch nur fünf Minuten, diesen zu ruinieren. Womöglich gibt es kein besseres Beispiel hierfür, als die Gründung der Super League.




Eine neue Ära des Fußballs

Am 18. April 2021 wurde die Geschichte des Fußballs schlagartig verändert. Zwölf Top Klubs aus Europa gaben die Gründung der European Super League bekannt. Ein Wettbewerb, wo die Top Klubs der Welt spielen und sich somit von der Champions League entziehen.

Dabei gab es allerdings ein Problem. Schließlich sind die Top Klubs in dieser Liga ständig vertreten. Was leidet, ist der Wettbewerb. Denn wenn egal ist, welche Platzierung man in seiner nationalen Liga erreicht, da man in einer exklusiven Liga spielt, werden die Prioritäten womöglich anders gesetzt.

Wer braucht schon Tradition, wenn er Geld hat?

Die Gründungsvereine stimmten einem 3,25 Milliarden Deal zu und verspielten somit das Vertrauen ihrer Fans. Schließlich lebt der Fußball von den Fans, die am Wochenende das Stadion besuchen, Gesänge anstimmen und Jubeln, wenn ein Tor fällt.

Der Fußball hat sich über die letzten Jahre stark verändert. Schließlich stiegen die Gehälter, Ablösesummen und Honorare exorbitant. Eine Sache, die die Fans lange tolerierten, doch nun wird der Fußball zu einem künstlichen Produkt, wo es um Gewinnmaximierung geht.

Markenaufbau und Markenführung

Viele Vereine investieren hohe Summen in die Entwicklung ihrer Marke. Claims, Markenführung und Visionen gehören schon längst zum Fußballalltag. Ziel des Ganzen ist es, über Social Media Marketing und Kampagnen die Marke zu stärken und den Fan miteinbeziehen, ohne dass es wie Kommerz wirkt.

Durchaus ein schwieriges Unterfangen, allerdings hat es bisher sehr gut funktioniert. Liverpool hat sich als Solidarität Verein mit „You’ll never walk alone“ etabliert. Arsenal London ist ein Arbeiterverein. Doch durch die Super League kam es zu einer starken Verwässerung der Identität und der Kernbotschaft der Vereine.


Dies hat zur Folge, dass der Ruf der Marke darunter leidet und sich die Fans vom Verein abwenden. Schließlich war man bereit, den Fußball grundlegend zu verändern, um die Gewinne zu steigern. Doch ab einem gewissen Punkt sind die Fans nicht mehr bereit, Wege des Vereins mitzugehen und was ist schon Fußball ohne Fans?

Ein bleibender Eindruck

Aufgrund der Anstimmen hat sich die Super League zwischenzeitlich verabschiedet, doch ein negativer Beigeschmack bleibt trotzdem. Schließlich waren die Vereine bereit, eine eigene Liga zu gründen, um international mehr Geld zu verdienen und eine Gewinnmaximierung zu erzielen.

Die Vereine wurden demaskiert und zeigten für kurze Zeit ihr wahres Gesicht und verspielten somit das Vertrauen ihrer Fans.

Schlechte Kommunikation

Ein weitere Fehlschlag war die Kommunikation. Man munkelt schon seit Jahren, dass an einer Super League gearbeitet wird. Diese Aussage wurde allerdings immer von den Verantwortlichen dementiert.

Außerdem wurde die Corona Krise als Vorwand für die Gründung der Super League verwendet. Die Vereine möchten ihre Schulden ausgleichen und die Super League würde ihnen dabei helfen. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass es große Schuldenberge schon vor der Krise gab.

Fazit

Die Super League ist ein passendes Beispiel dafür, wie schnell man seine Reputation verspielen kann und die Marke an Vertrauen einbüßt. Das Beispiel der Super League zeigt viele Dinge auf, die zu einer Zerstörung der Marke führt. Hier sind unsere Tipps:

  • Bleiben Sie Ihren Werten treu.
  • Achten Sie auf eine geplante Kommunikation bei Umstrukturierungen und lassen Sie Ihr gesamtes Team daran teilhaben.
  • Achten Sie darauf, dass Sie ehrlich und integer handeln.
  • Ihre Marke steht für etwas. Beachten Sie das bei bevorstehenden Veränderungsprozessen.

Diese Tipps helfen Ihnen, dass Sie Ihre Marke manifestieren und eine tiefe Beziehung zu Ihren Kunden aufbauen!

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